#Bildungskarenz Teil 2 | Ein ständiges auf und ab.

0 Kommentare | Deine Meinung

In meinem letzten Beitrag habe ich euch zu erklären versucht, warum ich mich für diesen Weg entschieden habe. Doch dies alles ist nicht so einfach, wie ich mir das alles ausgemalt habe. Vielleicht mach ich mir auch zu viele Gedanken - ich bin aber nun mal ein Kopfmensch - aber ich lass euch mal ein wenig teilhaben, an meinem ständigen Gedankenkarusell.



Bildungskarenz wagen - es dem Chef sagen.


Dies war für mich wirklich nicht leicht. Im Jänner 2016 wurde mir die Chance gegeben, meinen - für mein damaliges empfinden - Traumjob auszuüben. Mit null Erfahrung im Buchhandel. Ich bin meinem Chef jetzt noch unendlich dankbar, für dieses Vertrauen und dieser Möglichkeit. Ich liebe diese kleine Buchhandlung um schönen Weiz, ich hab ein super Team, sehr freundliche Kunden und jeden Tag Bücher um mich herum. Und genau dann zu sagen - ich muss jetzt gehen und ich muss jetzt etwas anderes machen, war nicht gerade einfach. Stundenlange Telefongespräche mit Freunden, Familie, eine Deadline die mir meine beste Freundin gesetzt hat - dies alles war nötig, um all meinen Mut zu mobilisieren, um endlich reinen Tisch zu machen. Ende Mai hatte ich dann ein Gespräch mit meinem Chef - und ich hab geheult ohne Ende. Er wusste, es fällt mir nicht leicht und auch wenn er mich ungern gehen lässt - hatte ich sofort seine Unterstützung und dafür bin ich einfach unendlich dankbar.

Nun offiziell: Nicole goes Bildungskarenz.


Damit war es offiziell - und damit hat mein täglicher Kampf mit meinen Gefühlen bekommen. Am Anfang war alles gut, ich war motiviert, neugierig und aufgeregt, doch je näher dieser neue Lebensabschnitt rückt, desto nervöser werde ich auch. Ich habe gute Jobaussichten in Wien, ich weiß was ich studieren werde - aber ich  hab noch keine Wohnung. Und ganz ehrlich? Das macht mich echt verdammt nervös. Ich wohne allein in Graz, hab meine eigenen 4 Wände, mich nun in eine WG einquartieren zu müssen, macht mich schon ein wenig unrund. Ich habe noch knapp ein Monat, dann muss ich raus aus meiner jetzigen bleibe. Und 2 Monate, bis mein Studium und damit mein Leben in Wien startet. Ich arbeite Vollzeit, was natürlich die Wohnungs-/WG- Suche etwas erschwert und auch den Umzug ein bisschen kompliziert macht. Und so dreht sich mein Kopfkarusell.

Mein persönliches Kopfkarusell.


Nach wie vor hab' ich hin und wieder Zweifel, ob es tatsächlich das Richtige ist. Ob es die richtige Entscheidung ist. Ob ich einen Fehler mache. Dann wiederum überkommt mich die Euphorie, ich ziehe endlich in eine große Stadt. Eine Stadt, die mir kulturell einfach noch mehr bietet als Graz. Eine Stadt, die sich vielleicht als Sprungbrett für etwas noch größeres anbietet. Ich hab dort Freunde. Und ein sehr großer Pluspunkt - auch mein Freund wird nach Wien ziehen. Tschau Fernbeziehung! Wie meine Überschrift verrät fühl ich mich momentan wie in einer Achterbahn - auf und ab, ständig. Manchmal liege ich nachts wach und überlege, ob ein One- Way- Ticket nach Amerika nicht doch die bessere Wahl wäre.
Doch egal mit wem ich darüber rede, jeder bestätigt mir, dass ich diesen Weg gehen soll, aus einem einfachen Grund: Wenn sich dieser eine kleine Gedanke, diese Vorstellung, einmal manifestiert hat und jeden Tag ein wenig zwickt, dann sollte man es wagen. Ich möchte nicht in 20 Jahren darüber nachdenken, was ich eventuell versäumt habe. Deshalb ja, ich lasse meine Zweifel zu und wenn ich mal weinen muss, auch ok. Aber ich geh' nach Wien. 


Ist es euch auch schon mal so ergangen? Könnt ihr meinen Gedankenstrudel nachvollziehen? Seid ihr auch so ein schrecklicher Kopfmensch wie ich? 

Wenn ihr mehr meiner verdrehten Gedanken mitbekommen wollt, folgt mir doch auf Twitter oder Snapchat ♥

Alles Liebe,
eure Nicole




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Meinungen, Anregungen, Wünsche?
Ich bin für alles offen
& freue mich über jeden Kommentar (:

Nicole ♥