Rezension | Wie das Licht von einem erloschenen Stern - Nicole Boyle Rodtnes

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Autorin: Nicole Boyle RodtnesVerlag: Beltz & Gelberg
Hardcover: 243 SeitenISBN: 978-3-407-82104-1 
Altersempfehlung: ab 14 JahrenErscheinungsjahr: März 2016

Alle Informationen zum Buch findet ihr hier: beltz.de

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"Du bist stark. [...] Man sagt das denen, die eine Menge Scheiß durchmachen, ohne zu sterben. Aber man wird nicht stark vom Überleben, man überlebt nur."
[Zitat aus Wie das Licht von einem erloschenen Stern - Nicole Boyle Rodtnes, Seite 177]








INHALT
Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.
[Quelle: www.beltz.de]




MEINE MEINUNG

Inhalt

Ein Mädchen, das nicht mehr sprechen kann. Eine Familie, die schwere Zeiten durchmacht. Eine junge Liebe, die herzerwärmender nicht sein könnte. „Wie ein erloschener Stern“ hat wirklich einiges zu bieten und überzeugt von der ersten Seite an. Zusammen mit Vega bestreitet man ihren Alltag und versucht mit ihr das Rätsel ihres Unfalls zu lösen. Denn sie kann sich an nichts mehr erinnern und keiner will ihr glauben, dass es nicht bloß Tollpatschigkeit war. Der Inhalt ist jedoch kein reines Detektivspielen, sondern es geht um das Familienleben, jung sein, erste große Liebe. Vielschichtig und unterhaltsam.


Umsetzung

Die Umsetzung im Buch hat mich sehr fasziniert und begeistert. Eine Protagonistin die nicht sprechen kann und dennoch so viel zu sagen hat. Es ist interessant zu lesen, mit welchen Hilfsmitteln sie versucht, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen. Was ich auch sehr toll fand war, dass sich die Autorin nicht bloß auf die Protagonistin beschränkt, sondern auch sehr deutlich zeigt, welchen Einfluss der Unfall auf ihr gesamtes umfeld hat. Freunde, Familie, jeder ist mit dieser neuen Situation konfrontiert und geht anders damit um. Sehr berührend ist auch ihre "Beziehung" zu Theo, wie 2 die nicht sprechen können, sich doch soviel zu erzählen haben. Wirklich gelungen.


Vega

Bewundernswert. Vega hat sofort mein Herz erobert. Man liebt mit, fühlt mit, leidet mit. Ich finde sie so stark und einfach vorbildlich. Auch wenn sie natürlich manchmal einfach genug von allem hat, ich bewundere sie dennoch für ihre Kraft, immer weiter zu machen. Ein tolles Mädchen.



Schreibstil

Jung, poetisch und leicht - man darf sich hier kein literarisches Meisterwerk erhoffe, aber dennoch schafft es die Autorin mit ihrem Schreibstil zu überzeugen. Vegas Alltag beschreibt sie sehr einfühlsam, sodass man ein gutes Gefühl für ihre Situation erhält. Mit den knapp 250 Seiten ist das Buch schnell gelesen und dennoch schafft es die Autorin, dass die Protagonisten auf keinen Fall leblos bleiben.


ALLES IN ALLEM...
...hat mich das Buch wirklich überrascht - trotz einer nicht sprechenden Protagonistin ist das Buch unterhaltsam und sehr berührend. Für junge Mädchen, die Sehnsucht nach einem besonderen Buch haben, auf jeden Fall zu empfehlen!

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