Rezension | Die Welt wäre besser ohne dich - Sarah Darer Littman

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Autorin: Sarah Darer LittmanVerlag: Ravensburger
Hardcover: 384 SeitenISBN:  978-3-473-40135-2
Altersempfehlung: ab 12 Jahren   Erscheinungsjahr: Januar 2016

Alle Informationen zum Buch findest du hier: ravensburger.de



"Doch es gibt eine Frage, die ich mir am häufigsten stelle, wenn ich nachts keinen Schlaf finde und an die Zimmerdecke starre: Hätte ich anstatt Lara die ganzen Pillen schlucken sollen?"
[Zitat aus "Die Welt wäre besser ohne dich" von Sarah Darer Littman, Seite 344]





INHALT
Seit Wochen chattet Lara mit Christian. Sie ist total verliebt und möchte ihn endlich auch mal treffen. Doch dann zerstört Christian ihr Glück mit einem einzigen Klick: "Die Welt wär besser ohne dich", schreibt er an ihre Facebook-Pinnwand. Und minütlich schließen sich ihm andere an. Irgendwann erträgt Lara die Beleidigungen nicht mehr und trifft eine verzweifelte Entscheidung.
[Quelle: ravensburger.de]



MEINE MEINUNG

Thematik

Ich finde die grundlegende Thematik wirklich höchst aktuell und sehr interessant. Facebook, Instagram & Co. begleiten uns im täglichen Leben auf Schritt und Tritt. Oftmals unterschätzen viele Menschen - vor allem junge - die Macht, die hinter diesen Social Medias steckt. Das Buch zeigt verständlich und nachvollziehbar, wie diese Anonymität ausgenutzt werden kann und welche Folgen der leichtsinnige Umgang damit haben kann. 


Anfang - Mitte - Schluss

Ein harmloser Flirt auf Facebook und seine katastrophalen Folgen werden auf knapp 400 Seiten verständlich und schockierend dargestellt. Der Einstieg in die Geschichte erfolgt durch eine sehr brisante  Passage, die den Grundstein für den Verlauf der Handlung darstellt. Der Inhalt regt vor allem durch seine Banalität zum Nachdenken an. Hier ein Foto, dort ein Klick - über die Folgen nicht nachgedacht. Im Verlauf der Handlung wird einem immer stärker klar, welches Spiel hier überhaupt gespielt wird - und wie grausam Jugendliche & Erwachsene doch sein können. Quer durch die Geschichte bleibt Kopfschütteln nicht aus, man ist entrüstet über den leichtsinnigen Umgang mit Social Medias und schockiert welche Wellen Cybermobbing doch schlagen kann. Denn nicht nur das Leben der Protagonistin wird auf den Kopf gestellt, auch all ihre Mitmenschen werden dadurch beeinflusst. Der Schluss rundet die Handlung passend ab und nach dem beenden denkt man doch noch länger über dieses Thema nach.


Erzählstil

Der Erzählstil des Buches war maßgeblich durch 2 Komponenten bestimmt: Einerseits wird die Geschichte aus 4 Sichten wiedergegeben Andererseits springt man auch zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Dies ist natürlich gut durchdacht, denn so bekommt man in die wichtigsten Charaktere einen enorm guten Einblick und man kann den Verlauf besser nachvollziehen.


Schreibstil

Banal und realistisch gibt die Autorin die Handlung wieder - was der ganzen Thematik etwas erschreckend harmloses verleiht. Doch genau so bekommt man ein Gespür für die Situation und schnell wird  klar, es kann jeden treffen. Durch ihren jugendlichen Schreibstil entpuppt sich das Buch schnell als wahrer Page-turner.


Alles in allem...
...handelt es sich hier um Jugendbuch, welches doch zum Nachdenken anregt. Mir gefiel es sehr gut, dass die Autorin mit verschiedenen Zeitebenen arbeitet und die Handlung aus der Sicht mehrerer Personen wiedergibt, so bekommt man ein Gespür für das große Ganze.
Wichtig: Stoppt Leichtsinnig Umgang mit Social Medias!

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Kommentare:

  1. Hey :)

    Ich hab erst vor kurzem gelesen, dass sich das Buch sehr eng an einen realen Fall anlehnt, der knapp 10 Jahre her ist: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/cyber-mobbing-tod-eines-teenagers-a-518042.html

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Hi Ascari,

      Danke für deinen interessanten Hinweiß! Ist ja gleich noch schrecklicher -.- Da frag ich mich einfach, wie doof sind eigentlich diese Eltern? Da kann man wirklich nur Kopfschütteln.

      Alles Liebe Nicole

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  2. Schöne Rezension, ich bekomm immer mehr Lust auf dieses Buch. Bei solcher Thematik igibt es ja einige Bücher, in denen es ins melodramatische abdriftet, aber zu diesem Buch hab ich bisher fast nur positives gehört.
    Allerding findet ich das Zitat unpassend gewählt, da es ein wenig spoilert.

    Allgemein finde ich deinen Blog sehr schön und bin gleich mal Leserin geworden, nur vermisse ich schmerzlich eine Übersicht zu deinen Rezensionen, nicht mal nach Tags kann man filtern oder ich bin zu doof es zu finden.

    Liebe Grüße Miss Page-Turner

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  3. Hey Nicole,

    ich bin gleich weg versprochen ;)
    Das Buch habe ich auch vor einiger Zeit gelesen und ich fand es super. Die Sicht hat einem gezeigt das Opfer wie Täter zu leiden hatten und schlussendlich taten mir alle Beteiligten einfach nur leid. Wobei ich den Eltern wirklich gerne und oft am liebsten an den Hals gesprungen wäre. So oft wird unterschätzt was man mit einer kleinen Nachricht auf Facebook, Instagram und co. anstellen kann. Das Buch greift die Thematik super auf ohne abzudriften. Tolle Rezi, ich mag deinen Aufbau :D

    Liebste Grüße,
    Tinker

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Nicole ♥