[Rezension] Silber: Das dritte Buch der Träume - Kerstin Gier

2 Kommentare | Deine Meinung

Autorin: Kerstin GierVerlag: S. Fischer Verlag
Hardcover: 464 SeitenISBN: 978-3-8414-2168-5

Alle Infos zum Buch findet ihr hier: fischerverlag.de oder silber-trilogie.de



Da lese ich mich durch fast das komplette Buch, bis überhaupt mal ein bisschen Tempo und Spannung aufkommt und dann ist es auch schon wieder so schnell vorbei, wie es gekommen ist. Da wurde in weniger als 100 Seiten nicht nur der alles entscheidende Showdown untergebracht, sondern auch noch die Auflösung des Secrecy-Rätsels und ein Happy End für jeden der Charaktere reingequetscht.


INHALT

Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann.
Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden.
[Quelle: fischerverlag.de]

MEINE MEINUNG

Inhalt

Für 3 Bücher definitiv zu wenig Material. Auch im dritten Teil blubbert die Handlung gemütlich vor sich hin - man wird mit Teenie- Problemen, Lottis Kuchen und der Suche nach der Identität von Secrecy konfrontiert. Ach, da war ja noch was: zwischendurch versucht man dann doch noch das Problem rund um Arthur und Anabel zu lösen. Zwischendurch gibt es sehr wohl einige amüsante Passagen - für die meist Mia zuständig ist und auch einige spannende Stellen, die sich dann jedoch wieder schnell in Luft auflösen. So richtige Leselust kam bei mir einfach nicht auf. Ich hatte zwischendurch ebenfalls das Gefühl, dass die Handlung unnötig in die Länge gezogen wird und das Ende...


Ende

...ja, dass war mir dann einfach viel zu kurz. Gerade kam Spannung auf und man erhoffte sich das angepriesene grandiose Finale, war der Spuk auch schon vorbei. Alles was den Leser dann noch interessieren könnte, wurde in einem Klatschbeitrag auf den  Tittle-Tattle-Blog erklärt. Fertig. Doch halt- alle Fragen wurden für mich dann doch nicht geklärt... wenn das Thema "Frühlingsferien" schon so präsent das ganze Buch über war, nun, dann würd ich schon gern wissen, was denn nun passiert ist? Also ich mein, ob es denn nun passiert ist? Und überhaupt, wie sieht die ganze Sache mit dem Traumkorridor denn nun aus? So ganz bin ich mir nicht sicher, ob uns nicht ein 4. Band erwartet...


Protagonisten

Mein Herz erreichen und erweichen konnte nur Mia. Die kleine Detektivin hat mit ihrer Schlagfertigkeit für unterhaltsame Passagen gesorgt. Liv ist mir in diesem Teil schlicht und einfach zu pubertär. Hatte ich dieses Gefühl schon beim letzten Teil, ist es diesmal einfach nicht besser geworden. Das ganze Buch über war ich mir nicht sicher, was denn nun der Hauptaspekt der Geschichte sein soll: das Problem mit Arthur und Anabel oder  Sex. Denn dieses Thema war meines Erachtens weit vordergründiger. Henry's Figur büßt in diesem Teil einiges an Aufmerksamkeit ein - hat man ihn in den letzten beiden Teilen recht lebhaft vor Augen, wirkt er in diesem Teil sehr blass und auf seine Beziehung zu Liv reduziert. Einen positiven Eindruck hatte ich diesmal hingegen von Florence, bei der man in diesem Teil sehr wohl hinter die Fassade schauen kann.  


Schreibstil
Das Wort "jugendlich" wäre hier fehl am Platz- "kindlich" und "sehr einfach" wären wohl die besseren Ausdrücke, um den Schreibstil zu beschreiben. Hatte ich doch in den letzten beiden Teilen noch das Gefühl, dass das Buch etwas mystisches, magisches an sich hat, wurde ich in "Silber: Das dritt Buch der Träume" maßlos enttäuscht. Der Schreibstil wirkte für mich teilweise lustlos, die Protagonisten wurden leblos und von der wunderschönen, geheimnisvollen Traumwelt war nur wenig zu erkennen. Durch die anspruchslose, simple Wortwahl und den gradlinigen Satzbau wurde dieser Eindruck noch unterstützt. 


ALLES IN ALLEM...

...war das Buch (und die ganze Trilogie) für mich wie ein langer Halbschlaf - halb interessant und halb spannend.  Weder konnte mich die Story wirklich begeistern, noch die Charaktere. Pluspunkte sind auf jeden Fall das wirklich traumhafte Cover und die kleine Mia, die für den einen oder anderen Schmunzler sorgte.

4
& eine 3 für die komplette Triloigie

Kommentare:

  1. Hallöchen meine liebe Nicole,
    ach ja.. wir sind uns mal wieder einig. Ich weiß auch gar nicht was ich dazu noch weiter sagen soll.
    Das war irgendwie nicht, dabei hatte ich eigentlich so viel erwartet. Vor allem nachdem immer alle über die Edelstein Trilogie geschwärmt haben. Nun ja.
    Ich habe deine Rezension bei mir verlinkt und hoffe, dass das für dich okay ist! :*

    Liebst, Lotta

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    1. Liebste Lotta,
      ja echt mies dieses Buch... Schade, dass die Trilogie mit der Edelstein-Trilogie nicht mithalten kann, hast du sie schon gelesen?

      Ja natürlich :*
      Liebste Grüße Nicole

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Nicole ♥