[Rezension] Marias letzter Tag - Alexandra Kui

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"Es geht hier um ein Mädchen, das körperlich herausragt, sich aber sonst eher kleinmacht. Ein Mädchen, das Aufmerksamkeit bekommt und sich bald die Frage stellen muss, ob diese Aufmerksamkeit in die richtige Richtung geht."
[Leserstimme von Friederike || DieBuchbloggerin.de  ] 







Autorin: Alexandra Kui || Verlag: cbt
                    Gebundene Ausgabe: 288 Seiten || Erscheinungstermin: 2. März 2015
             ISBN: 978- 3- 570 -16317 - 7



Alle Infos zum Buch erhaltet ihr hier: cbt

INHALT

"Der Sommer ohne Angst.
Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr Plan: zu leben, als sei es ihr letzter Tag. Tun, wovor sie sich immer gefürchtet hat. Sich fühlen, wie Maria sich gefühlt hat. Ihre selbstgedrehten Videos postet Lou auf ihrem YouTube-Channel, dem sie den Titel »Marias letzter Tag« gibt. Rasant steigt die Zahl der Klicks, es entsteht eine Bewegung der Angstverweigerer. Die Mitschüler, Freunde und Fans übertrumpfen sich mit immer gefährlicheren Aktionen. Und irgendwann verliert Lou die Kontrolle..."
[Quelle: randomhouse.de]


MEINE MEINUNG

Grundidee


Social Medias und ihre Auswirkungen. Im Buch wird die Macht Sozialer Netzwerke gut dargestellt auch wenn man meiner Meinung nach diesen Aspekt noch ein wenig weiter ausbauen hätte können. Schnell wird deutlich, dass Lou durch ihre Videos viele viele Menschen erreicht und auch (unbewusst) animiert ebenfalls solch waghalsige Aktionen zu unternehmen. Um dies jedoch noch deutlicher zu machen, hätte man noch weiter auf die Nachahmer und die Konsequenzen eingehen können. Für mich hat die Welle die sie verursacht  zu wenig Beachtung erhalten.


Kommunikation

Was für mich sehr gut rüber gekommen ist, ist die fehlende Kommunikation zwischen Menschen. Selbst beste Freunde untereinander können nicht offen und ehrlich über ihre Probleme miteinander reden. Eltern sind nicht ehrlich zu ihren Kindern um sie zu beschützen. Fehlinterpretationen ohne Ende. Das Buch zeigt sehr deutlich wie wichtig eine offene Kommunikation ist. Das es nicht schlimm ist, über seine Ängste zu reden- denn jeder hat vor irgendetwas angst. Das es nicht immer gut ist, jemanden etwas zu verheimlichen, nur weil man vielleicht angst hat, der andere kommt damit nicht klar oder würde es nicht verstehen. 


Lou

Die Protagonistin Lou war eine interessante Persönlichkeit. Eine Jugendliche die mit den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens konfrontiert wird und versucht auf ihre eigene Weiße damit klar zu kommen. Überfordert mit der Situation findet sie in den Social Medias einen Weg damit umzugehen - und muss schnell erkennen welche Macht dahinter steckt und wie schnell wie jemanden über den Kopf wachsen kann.



Schreibstil & Gestaltung

Der Schreibstil und generell die Gestaltung des Buches war für mich eher suboptimal. Bilder, Hashtags und Einschübe - natürlich wirkt es dadurch sehr frisch und jugendlich, aber für den Lesefluss war es für mich eher hinderlich. Auch wenn ich Alexandra Kuis Wortwahl und den Satzbau als angenehm empfunden habe. 



ALLES IN ALLEM...
...hatte ich mir einfach etwas mehr erwartet. Schon zu Anfang hat mich der Schreibstil daran gehindert fließend ins Buch zu finden und auch die Umsetzung der Thematik konnte mich nicht in die Geschichte hineinziehen.

3-

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