[Rezension] Zur Hölle mit Bridget - Paige Harbison

0 Kommentare | Deine Meinung

Zur Verlagshomepage Mira Taschenbuch?
 
Das Buch kaufen?
 



 
 
Was Bridget will, setzt sie durch. Immer. Zuhause macht sie ihrer Stiefmutter das Leben zur Hölle, in der Schule tanzen alle nach ihrer Pfeife. Bis eine Neue auf die Winchester Prep kommt: Anna Judge - Judge wie Richterin. Und mit Anna ändert sich alles: Die Lehrer fallen nicht mehr auf Bridgets Masche rein, ihr Fan-Club verkleinert sich blitzartig. Als eines Tages sich auch noch ihr Freund Liam abwendet, baut Bridget, total irritiert, einen katastrophalen Unfall! Sie ist nicht tot - aber auch nicht lebendig. Stattdessen ist sie in einer Schattenwelt gefangen, in der ihr Anna Judge zeigt, was für eine Mega-Zicke sie war. Bridget hat genau eine Chance, das zu ändern und ins Leben zurückzukehren. Oder für immer zu gehen.
[Quelle: Mira Taschenbuch]
 
 
 
 
 
Das Cover fand ich sofort ansprechend- Das Motiv, die Farben, die skurrilen Gänseblümchen zwischen den Zehen der Leiche. Und dann noch der Titel- ich wollte wissen, was es mit dieser Bridget auf sich hat!
Die Idee an sich fand ich sehr gut. Eine Mega-Zicke, die allen in ihrer Umwelt vor den Kopf stößt und einfach gemein ist, landet durch einen selbst verursachten Unfall in einer Zwischenwelt und muss sich ihrem Benehmen stellen. Es zeigt sehr gut, was man mit Worten und Taten alles anrichten kann und wie leicht man Menschen verletzten kann. Positiv empfand ich auch das „in die Schuhe der anderen“- schlüpfen. Sich bewusst machen, wie es einem selbst gehen würde, wenn man so behandelt werden würde. Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an!
Bridget. Was für eine zickige, selbstverliebte, arrogante Ziege. Schnippisch ohne Ende und einfach grausam zu allen Menschen in ihrer Umgebung. Auch wenn sie eine komplizierte Familiensituation hat, gibt ihr das einfach nicht das Recht, so überheblich zu sein. All ihre Probleme sind nur auf ihr schreckliches Verhalten anderen gegenüber zurück zu führen. Warum führe ich sie dann unter "Positiv" an? Na ich denke, genau dieses Empfinden des Lesers wollte die Autorin erzeugen. Ja, irgendwie hasst man Bridget. Es ist ihr also gelungen. 
 
 
 
Trotz der guten Aspekte und Ansätze konnte mich die Handlung nicht vollends vom Hocker hauen. Der Prolog schaffte es zwar noch meine Neugier zu wecken, danach ging es aber mal steil bergab mit meiner Leselust. Bridget’s Schulalltag vollgepackt mit Intrigen und Gemeinheiten spiegelte zwar ihren Charakter sehr gut wieder, langweilte mich schnell.                                                                                                                                                                  Sie ist gemein zu ihren Freunden, ihrer Stiefmutter, ihren Mitschülern, Lehrern, zu jedem. Ich fand es sehr schade, dass dieser Teil viel ausgeprägter beschrieben war, als der Teil nach dem Unfall, wenn sie die Chance erhält ihr Leben zu ändern.
Dadurch empfand ich auch das Ende ein bisschen sehr plötzlich und auch vorhersehbar. Ihre Veränderung ausführlicher und dafür ihre Zicken-Zeit ein bisschen weniger und mir hätte es noch besser gefallen!
Der Schreibstil ist an und für sich ja toll- flüssig gleiten die Seiten dahin. Dennoch, die Ich-Perspektive war vielleicht dann aber doch nicht die ganz richtige Wahl. Denn was tut man, wenn man die Handlungen und Gedanken der Protagonistin einfach nicht nachvollziehen kann? Absolut keine Identifikation = Probleme beim Lesen.
 
 
 
... bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück!
Der Ansatz, die moralische Idee fand ich gut- aber die Umsetzung konnte mich nicht 100% überzeugen!
 
 
 

 
 
 
&
 
 
Mira Taschenbuch


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Meinungen, Anregungen, Wünsche?
Ich bin für alles offen
& freue mich über jeden Kommentar (:

Nicole ♥