[Rezension] Gated- Die letzten 12 Tage von Amy Christine Parker

2 Kommentare | Deine Meinung




Sie dachte, das Böse lebe außerhalb ihrer Gemeinschaft.

Sie hat sich getäuscht.


Zehn Jahre ist es her, seit Lyla und ihre Eltern dem charismatischen Pioneer nach Mandrodage Meadows folgten. Hier, in ländlicher Abgeschiedenheit, fern von allem Bösen des modernen Großstadtlebens, führt die Gemeinschaft von etwa zwanzig Familien unter Pioneers Führung ein einfaches Leben. Und hier bereiten sich die Mitglieder der Gemeinschaft auf den drohenden Weltuntergang vor, den Pioneer in einer Vision vorhergesehen hat. Ein unterirdisches Silo wurde errichtet, in dem sie ausharren und als einzige Auserwählte das Armageddon überleben werden.[...]

Und dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb. Wider Willen fühlt sich Lyla zu ihm hingezogen und er sich zu ihr - doch der Kontakt zu Außenstehenden ist in Mandrodage Meadows verboten. Als Cody dennoch Wege findet, sich Lyla anzunähern, bekommt sie die volle Härte von Pioneers Bestrafungen und seine Brutalität zu spüren, was ihr endgültig die Augen öffnet. Von nun an gibt es kein Zurück mehr und Lyla muss versuchen, auch ihre Familie und ihre Freunde gegen Pioneer aufzubringen.



Das Cover finde ich wirklich sehr sehr ansprechend- es ist mir sofort ins Auge gestochen. Die Silhouette des Mädchen, im Hintergrund das gleißende Licht, wirklich gelungen!
Auch die Grundidee des Buches konnte mich sofort begeistern. Ein Werk mit solch einer Thematik habe ich noch nie gelesen, umso neugieriger war ich auf die Umsetzung (die mich dann aber leider nicht wirklich überzeugen konnte!)
Zur Protagonistin Lyla. Einerseits fand ich sie sofort sympathisch andererseits hat mir etwas ihr Kampfgeist gefehlt, auch wenn dies wiederum die Geschichte "glaubwürdiger" erschienen ließ. In den meisten Endzeitszenarios gibt es ja immer wieder die mutige, starke Heldin- in "Gated- Die letzten 12 Tage" ist die Protagonistin etwas zurückhaltender. Sie wirkt teilweiße sehr sehr unschlüssig, wie sie mit der Situation und all den Neuigkeiten umgehen soll. Logisch, denn wenn man 10 Jahre lang auf diese Weise beeinflusst wird, ist ein gewisser Gehorsam einfach normal. Die Konsequenzen bei einer Widersetzung sind jedes Mal katastrophal, verständlich, dass man sich versucht anzupassen. Die Autorin hat diese Problematik sehr gut in den Charakter mit einfließen lassen. Auch wenn ich mir ein klitzekleines bisschen mehr Mut erwartet hätte, bin ich froh, dass uns die Autorin diesmal keine unglaubwürdige Superheldin vorgesetzt hat.


Mit voller Motivation stürzte ich mich auf die Seiten, um dann schnell reine Ernüchterung zu erfahren. Langatmig und unspektakulär - die zwei treffendsten Wörter, um die ersten Kapitel für mich zu beschreiben. Man erfährt allerhand über das Gemeinschaftsleben und die Bewohner, aber von spannenden oder interessanten Geschehnissen keine Spur.
So vergingen die Seiten... die Kapitel. Wirklich wach wurde ich erst weit nach der Hälfte des Buches- zu spät, um mich noch vollends zu Überzeugen.

Sehr Sehr schade habe ich es gefunden, dass man nichts genaues über die Hintergründe für Pioneers "Weltuntergangs"-Fanatismus erfährt.
Interessant wäre es gewesen, ein paar Kapitel aus seiner Sicht zu lesen oder als Epilog verpackt etwas darüber zu erfahren. Somit hätte man seine Handlungen und den Grundgedanken der Gemeinschaft viel besser nachvollziehen können.



Super Idee- etwas schwache Umsetzung! Mehr Hintergrundinformationen, mehr tiefe und mehr Spannung, dann hätte es für mich ein Topbuch sein können!

 3


Kommentare:

  1. Dein Blog gefällt mir sehr gut! Werde öfter mal vorbeischauen.

    AntwortenLöschen
  2. oh, das freut mich aber sehr (:

    AntwortenLöschen

Meinungen, Anregungen, Wünsche?
Ich bin für alles offen
& freue mich über jeden Kommentar (:

Nicole ♥