Wo die Liebe tötet [Rezension]

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Danke an Lovelybooks und dem Kosmos Verlag für das mitreißende Buch!
 
 
 
 
 
Sie kann sich an nichts erinnern, nur an eines: Trip ist tot.
 
 Und sie hütet ein schreckliches Geheimnis.
 
 
 
 
Gleich verliebt habe ich mich in das Cover- weißer Hintergrund, rote Buchstaben. Einfach, aber sehr passend zum Buch.
Bei genaueren hinschauen fällt auf, dass sich auf dem  weißen Hintergrund ein Text befindet- auf dem Blog Secret Garden habe ich gelesen, dass es sich um einen Ausschnitt von "Liebe macht Anders" handelt- ebenfalls aus der Herzblut-Reihe.
 
Der Einstieg ins Buch ist mir wahnsinnig leicht gefallen- Trip ist tot, Allie liegt antriebslos im Bett. Man bekommt sofort einen guten Eindruck über die Geschehnisse und Allies Gedankenwelt.
 
Von Anfang an wurde meine Neugier geweckt- was ist in dieser Nacht wirklich geschehen? Welches Geheimnis hütet Allie?
Was hat es mir Trip auf sich?
 
Die Autorin hat es wunderbar geschafft, einen Spannungsbogen von der ersten Seite an bis zum Schuss zu schaffen- von Langeweile, einem etwas zähen Einstieg oder einem abgeflauten Mittelteil keine Spur.
Man erfährt nach und nach immer mehr wichtige Einzelheiten- durch Allies Erinnerungen, welche in Kursiv dargestellt werden.
 
Dadurch lernt man lernt Allie kennen, ihre Beziehung zu Trip - und man beginnt zu verstehen und kann das Puzzle zusammensetzten.
 
Da Ende war an Spannung ja nicht mehr zu überbieten- immer wieder blieb mir der Atem weg und ich fieberte einfach total mit.
 
Einziger Kritikpunkt:  ich hätte mir am Schluss mehr in gewissen Punkten mehr "Aufklärung" gewünscht!
 
Achtung Spoiler (markieren um zu lesen)
 
Hat Trip Hannah auch so schlecht behandelt? Wenn ja, warum sagt sie nichts? Wenn nein, warum nur Allie?
Und empfand Trip wirklich noch was für Hannah?
 
 
Allie, die Protagonistin, war mir gleich sympathisch.
Da man die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt, kann man sich noch besser in sie hineinversetzten.
Ich finde sie wahnsinnig stark- ihr Freund ist tot, sie wird wie eine Aussätzige behandelt, beschuldigt, ihre Verhältnis zu ihren Eltern war auch schon mal besser- und trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen.
 
ACHTUNG SPOILER (markieren um zu lesen)
 
Klar, über die Tatsache, dass Trip sie misshandelt hat, hätte sie schon längst den Mund aufmachen müssen.
Aber ich glaube, das ist einfach nicht so leicht.
Einerseits liebt man den Menschen, glaubt ihm, wenn er sich immer wieder entschuldigt.
Andererseits hat man Angst- man weiß ja, zu was der Mensch fähig ist.
Man hat Angst, dass einem keiner glaubt. und zusätzlich wird man dauernd herabgesetzt - man fühlt sich selbst schuldig und wertlos.
 
Viele Frauen finden den Mut nicht.
Vielleicht hätte sie dadurch einiges verhindern können, aber sie ist Jung und ich glaube es ist sehr schwer mit so einer Situation um zu gehen.
 
Ans Herz gewachsen sind mir auch Blake und Andrew:
 
Andrew, Allies Zwillingsbruder, der durch einen Sauerstoffmangel bei der Geburt, im Rollstuhl sitzt.
Er liebt seine Schwester und die beiden haben ein wunderbares Verhältnis. Auch er ist wahnsinnig willensstark und voller Lebensenergie.
 
 
Blake, Allies Sandkastenfreund, der zwar ein Außenseiter an der Schule ist, aber für Allie durchs Feuer gehen würde.
Ich mag es, wie er mit Allie umgeht, wie der große Beschützer.
 
 
Durch den flotten Schreibstil und die recht kurzen Kapitel, wurde das Buch zum absoluten page-turner.
Langeweile? Keine Spur.
Einmal angefangen, konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Einfach Satzkonstruktionen, direkte Reden- die Seiten schmolzen nur so dahin.
 
 
 
Ein Buch der besonderen Art- Romantik, Thriller und ein sehr heikles Thema.
All das macht dieses Buch zum absoluten page-turner.
 
Klare Leseempfehlung!
 
 
 
 
 

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Nicole ♥