Die Arglosen [Rezension]

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Danke Lovelybooks und dem Kein & Aber Verlag für das Buch!
 
 
 
 
12 Jahre sind Adam und Rachel ein Paar- glücklich, sorglos wie am ersten Tag.
Zusammen leben sie in einer jüdischen Gemeinde wo jeder jeden kennt und alle wie eine große Familie sind.
Doch als Rachels Cousine Ellie wieder auftaucht, stellt Adam zum ersten Mal seine heile Welt in Frage. 
 
 
 
 
In das bezaubernde Cover habe ich mich sofort verliebt- es wirkt so besonders.
Auch der Klappentext klang sehr interessant und vielversprechend- aber davon sollte man sich eben nicht täuschen lassen.
 
Von vornherein hatte ich aber leider meine Probleme mit dem Buch- der Inhalt konnte mich einfach nicht mitreißen...

Die ersten Kapitel verlaufen sehr sehr schleppend- der versprochene Humor? Fehlanzeige.
Immer wieder schweift die Autorin sehr von der tatsächlichen Handlung ab- natürlich versteht man dadurch Adams Umwelt und das Leben in einer jüdischen Gemeinde besser, aber was zu viel ist, ist einfach zu viel.
Es ist daher sehr mühsam zu lesen, da man, wenn es mal interessant wird, wieder durch unnötige Szenen aus dem Konzept gebracht wird.
 
Auch wenn es in den späteren Kapiteln endlich etwas interessanter wird, konnte das meinen Gesamteindruck nicht mehr wirklich beschönigen.
 
Das Ende war nicht überraschend- die ganze Geschichte war eigentlich sehr vorausschaubar.
 
Ich fand es auch unpassend, dass der erste Teil der Geschichte sich dauernd um die Hochzeit drehte- und dann wum, war alles auch schon vorbei.
Warum dann zuerst so ein trara drum machen? Nur um die Dispute zwischen Rachel und Adam zu verdeutlichen?
Dies hätte man auch anders rüberbringen können.
 
Was ich interessant fand, war die Beschreibung des Lebens, welches Adam und Rachel führen.
Ein Leben das bestimmt wird durch die Eltern und vor allem durch die Gemeinde.
Welche Erwartungen muss man erfüllen? Was wird als richtig, was als falsch angesehen? Eigene Meinung, Individualität? Fehlanzeige.
Ein erdrückendes Leben.
 
 
Erzählt wird die Geschichte aus Adams Sicht- der mir am Anfang ja noch leid tat, man spürt merklich, dass er nicht glücklich ist und sich mehr vom Leben erhofft- aber ich finde, dann hätte er endlich mal Klartext sprechen müssen.
 
Er ist total zwiegespalten- einerseits auf der Suche nach mehr, nach etwas Neuem, endlich mal ein "eigenes" Leben führen.
Andererseits ist er 12 Jahre mit Rachel zusammen, ihr Vater ist sein Boss und sein Vaterersatz, er möchte von ihm geliebt werden. Er hat eigentlich alles was er braucht- nur seinen eigenen Willen darf er mehr oder weniger nicht haben.
Dauernd lässt er sich von allen rumkommandieren- wer wenn nicht er, könnte an seinem Leben etwas ändern?
 
Seine Liebe zu Rachel ist mir zu "extrem", er versucht dauernd ihr alles recht zu machen und sein dauerndes "Spatz" nervte mich im verlauf des Buches immer mehr.
 
Rachel war mir auch total unsympathisch- anstrengender geht's wohl nicht.
Allein schon beim Lesen fühlte ich mich genervt von ihrer perfekten Art. Sie ist glücklich in ihrer kleinen Welt- aber dumm ist sie auf jeden Fall nicht, auch sie merkt, dass Adam mehr will im Leben.
 
 
Der Schreibstil und Wortwahl war zwar in Ordnung, aber die dauernden Ausschweifungen waren anstrengend.
Dadurch wurde das Buch für mich leider nicht zum page-turner.
 
 
 
 
 
 
Zusammengefasst war es wohl einfach kein Buch für mich- auch wenn die letzten Kapitel endlich spannender werden, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln.
 
 
 

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Nicole ♥