Wir sind verbannt [Rezension]

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Megan Crewe




 
Eine Insel. Ein tödlicher Virus.
Alles fängt an mit leichten Grippesymptomen- ein bisschen schnupfen und husten.
Dann kommt der Juckreiz.
Man fängt an zu reden und zu reden und zu reden- und 3 Tage später ist man tot.
 
Kaelyn lebt mit ihren Eltern auf einer kleinen Insel, bis sich dort ein tölicher Virus ausbreitet.
Die Essensvorräte werden langsam knapp und zu allem überfluss stellt die Regierung die Insel unter Quarantäne.
 

 

"Wir sind verbannt"- ist ein unglaublich spannendes Jugendbuch, dass allein durch den Titel und das Cover schon mein interesse geweckt hat.
 
Der Inhalt erinnert mich ein wenig an den Film "28 Days/Weeks later" (ohne den Zombie-Effekt)oder eben an das typische Epedemie- Szenario in mehreren Filmen.
 
Menschen leiden an einen undefinierbaren Virus, sie drehen durch, sterben- eine kleine Gruppe schafft es zu überleben und käpft sich durch.
 
Trotzdem hat die Autorin es wunderbar geschafft etwas Neues daraus zu machen- Spannung aufzubauen und mich in ihren Bann zu ziehen. 
Sie hat es geschafft mich total zu faszinieren und dadurch erschreckt mich in letzter Zeit jedes niesen, husten in meiner Nähe.
Bei jedem jucken denke ich mir- "was, wenn es wirklich mal soweit kommt?"- es ist ein sehr beängstigende Vorstellung, durch die sich mir immer wieder die Gänsehaut aufstellt.
 
 
Aufgeteilt ist das Buch in 3 Abschnitten- Symptomen, Quarantäne, Tod;
 Erzählt wird die Story aus Kaelyns Sicht- in Form eines Tagebuchs dass sie für ihren (ehemaligen) besten Freund Leo verfasst.
Durch die nach Datum sortierten Einträge hat man einen guten Überblick über den Verlauf der Story und der Krankheit und die Seiten verfliegen nur so.
Es ist erfüllt von Spannung, Trauer, Liebe und Hilfsbereitschaft.
 
Durch die "DU"-Anrede in ihren Einträgen, füllt man sich oft persönlich angesprochen und man kann sich noch besser in das Buch hineinversezten.
 
Kaelyn, die Protagonistin, lebt mit ihrer Familie auf einer Insel.
Während ihr Vater, der Wissenschaftler ist, versucht einen Impstoff oder ein Gegenmittel zu finden, verbringt sie die meiste Zeit mit ihrer Mutter und ihrem Bruder im Haus.
 
Kaelyn ist eher der Einzelgänger-Typ und sehr naturverliebt.
Gerade als sie versucht ihr Leben zu ändern, bricht die Krankheit aus.
Kealyn widmet ihre Tagebucheinträge ihren (ehemaligen) besten Freund Leo.
Die 2 waren unzertrennlich, bis sie sich vor 2 Jahren zertritten und seitdem kein Wort mehr miteinander wechselten.
Sie wirkt unglaublich sympathisch auf mich und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren.
Sie ist sehr stark für die ausergewöhnliche Situation in der sie sich befindet.
 
Kaelyn kümmert sich auch liebevoll um ihre kleine Cusine Meredith für die sie immer mehr zu einer Mutterfigur wird.
Die Kleine war mir echt total sympathisch und ich fand sie so niedlich.
 
Neben Kaelyn und Meredith spielen auch Tessa und Gav eine wesentliche Rolle.
 
Tessa, die Freundin von Leo, hilft Kaelyn dabei Medikamente zu suchen oder Pflanzen zu züchten, die eventuell als Gegenmittel fungieren können.
Tessa ist geradlinig, ehrlich, standhaft- sie weiß was sie will und ist sehr Zielorientiert.
Zwischen den Zwein entwickelt sich langsam eine Freundschaft.
 
Gav ist einer von den freiwiligen Helfern, er organisiert eine Lebensmittelverteilung und versucht allen zu helfen.
Aus der Freundschaft zwischen Kaelyn und Gav entwickeln sich langsam Schmetterlinge im Bauch- was dem Buch ein bisschen jugendliches Verliebtsein schenkt.
 
Die kleinen Momente des Glücks waren wunderbar beschrieben, so dass man kurz mal alles andere vergaß.
 
 
 
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Achtung Spoiler! (makieren um zu lesen)
Was ich eher als Negativ empfand war die Tatsache, dass ihre Mutter an der Krankheit stirb, ihr Bruder verschwindet, Ihr Vater erschlagen wird- und sie doch recht wenig trauert.
Ich weiß jedoch auch nicht, ob man nicht einfach ans überleben denken muss, wenn man sich in so einer Situation befindet, dass man sich da einfach nicht so gehen lassen kann.
 
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Bonus:
Am Ende gibts eine Vorschau auf den nächsten Teil "Und wenn wir fliehen"- wodurch man nur noch unruhiger wird, weil man einfach total gerne weiterlesen würde.
 
 

 
 
Ein unglaublich spannendes und faszinierendes Jugendbuch, wo man bei jedem niesen und husten in seiner Umgebung dann plötzlich zusammenzuckt.
 
Ich freue mich schon wahnsinnig auf den 2 Band der im August 2013 erscheint ♥
 
 

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Nicole ♥