Das Grab im Moor

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Belinda Bauer




 
 
 
Der 12- jährige Steven will endlich frieden in seine Familie bringen- dazu gräbt er Tag für Tag im Moor.
Er sucht die Leiche seines Onkel Billy, der als kleiner Junge von einem Serienmörder entführt und getötet wurde.
Sonst wird seine Großmutter nie ihren Frieden finden.
Als er nicht mehr weiter weiß, wendet er sich an den einzigen Menschen der wissen kann, wo Billy begraben ist- an Arnlod Avery, dem Serienmörder.
 
 

Das Buch "Das Grab im Moor" habe ich zufällig in einer Buchhandlung entdeckt- ich fand Cover und Klappentext sehr ansprechend.
Ein Junge der sich auf die Suche nach der Leiche seines Onkels macht- nur damit er endlich ein normales, zufriedenes Leben führen kann? Klang interessant.
Ein Junge, der dann auch noch Kontakt zu einem Sereinkiller aufnimmt?
Klingt vielversprechend.
 
Aber für all jene, die beim Lesen der Inhaltsangabe jetzt auch denken: " Wow, das klingt spannend!"- muss ich leider sagen, auf Spannung kann man lange warten.
 
Steven gräbt. Hat die ganz normalen teenager Probleme- Mädchen, Freundschaft, Mobbing. Sein Bruder wird bevorzugt. Er gräbt. Er gräbt. Schreibt Briefe.
 
Das Buch wirkt eher wie ein normaler Roman (bisschen gruselig halt)- bis zu jenem Zeitpunkt- ACHTUNG SPOILER- als Avery aus dem Gefängnis ausbricht und sich auf die Suche nach Steven macht.
Da fängt dann sie Spannung an- jedenfalls ein wenig.
 
Wirklich überzeugen konnte mich die Handlung nicht und so hat es recht lange gedauert, bis ich weitergekommen bin.
 
Ich habe aber auch verstanden warum- die Autorin weißt auf der letzten Seite dann darauf hin, dass sie eigentlich keinen Thriller schreiben wollte, sondern eigentlich nur einen Roman über einen Jungen und seiner Großmutter; erst später beim Schreiben hat es sich in diese Richtung entwickelt- und das merkt man deutlich.
 
Der Schreibstil ist teilweiße sehr bildhaft- die Beschreibung des Moors mit all dem Heidekraut, kann man sich sehr gut vorstellen und auch von Steven und Avery bekommt man ein sehr gutes Bild.
Die Briefe die Steven und Avery sich schreiben sind als kleine Bildchen abgedruckt- was ich sehr positiv und abwechslungsreich fand.
 
Steven als Protagonist tat mir irgendwie von Anfang an leid.
Er lebt in einer Familie, die ihn, abgesehen von seinem kleinen Bruder und seinem ab-und-zu-Stiefvater (Onkel Jude), nicht wirklich schätzt.
Seine Mutter bevorzugt deutlich seinen kleinen Bruder und auch von seiner Großmutter kann er sich keine Zuneigung erwarten.
Für seine 12- Jahre fand ich ihn sehr mutig - auch wenn das wohl eher etwas mit leichtsinn zu tun hat.
 
Sympathisch war mir auch sein "Onkel Jude" wie er ihn nennt- den Freund seiner Mutter.
Er war sehr nett zu Steven und hat sich Zeit für ihn genommen- vorallem, dass sie gemeinsam am Garten gearbeitet haben, fand ich sehr wärmend.
 
Arnold Avery, der Serienkiller, war schon sehr grauenhaft.
Irgendwie hatte ich immer so ein Bild eines total verrückten, kinderfressenden Typens  vor meinen Augen- gruselig.
 
 

 
 
Auf Spannung kann man lange warten- würde ich wohl nicht als Thriller bezeichnen.
Eher als Roman mit Spannungselemente.
Positiv war für mich Steven- leichtsinn, mut, neugier- machten ihn interessant.
Allgemein aber wohl eher nichts für mich.
 
 



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